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Controlling-Lexikon

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Geschäftsprozessanalyse

Inhaltsübersicht

  1. 1.
  2. 2.
  3. 3.
  4. 4.
  5. 5.
  6. 6.

1. Überblick

Als Geschäftsprozess (GP) bezeichnet man alle Prozesse der Leistungserstellung (Produktion von Gütern und Dienstleistungen) und der sie begleitenden Prozesse wie Verwaltung und Informationsverarbeitung (Information). Ein internationaler Hauhaltsgerätehersteller könnte seine Geschäftsprozesse z. B. wie folgt definieren:

Eine Geschäftsprozessanalyse (GPA) ist kein Selbstzweck, sondern steht in einem übergeordneten Zusammenhang. Ziel ist eine Neugestaltung des Geschäftsprozesses (Business Process Redesign, Business Process Reengineering), der zum einen auf die Kunden- und Markterfordernisse eingeht (also einen hohen Kundennutzen erzielt) und zum anderen diese Ziele kostengünstig erreicht (also einen hohen Betriebsnutzen erzielt).

2. Abgrenzung des Reengineering von der Reorganisation

Das Business Reengineering ist von der Reorganisation abzugrenzen. Letztere bessert sichtbare Schwachstellen punktuell aus und führt im Endeffekt zu unbefriedigenden Ergebnissen anstatt zu effizienten, durchgängigen Geschäftsprozessen. Demgegenüber handelt es sich beim Business Reengineering um einen ganzheitlichen Ansatz, der von vornherein den gesamten Prozess betrachtet und ihn in allen seinen Teilprozessen neu strukturiert. Das Resultat sind Verbesserungen um Größenordnungen in entscheidenden, heute wichtigen und messbaren Leistungsgrößen in den Bereichen Kosten, Qualität (Qualitätscontrolling), Service (Service-Controlling) und Zeit.

Die Geschäftsprozessanalyse stellt einen einzelnen Schritt in einem Business-Process-Reengineering-Projekt dar (vgl. Abbildung 1). Vor der Durchführung des Projektes ist zunächst ein Fahrplan aufzustellen, in dem die Termine für die einzelnen Projektschritte festgelegt werden. Der Zeitraum für ein solches Projekt sollte die Dauer von drei Monaten nicht überschreiten, da es sonst zum Selbstläufer wird und eine Eigendynamik entwickelt.

3. Phasen des Business Reengineering

Um zu verdeutlichen, welchen Anteil die GPA an dem Gesamtprojekt "Business Reengineering" hat, wird im Folgenden auf die einzelnen Phasen des Business Reengineering (vgl. Abbildung 1) eingegangen:

4. Erfolgsfaktoren des Business Reengineering

Erfahrungsgemäß scheitern etwa 50 bis 75 Prozent aller Business-Reengineering-Projekte. Den folgenden Erfolgsfaktoren kommt für die Umsetzung des Business Reengineering eine besondere Bedeutung zu:

Der am Beginn des Projektes stehende Erfolgsfaktor der Geschäftsprozessanalyse stellt die Weichen für eine erfolgreiche Durchführung des Projektes. Hierdurch wird nochmals die Bedeutung der Geschäftsprozessanalyse bei einem Reengineering-Projekt verdeutlicht.

5. Ermitteln von Rationalisierungspotenzialen

Rationalisierungspotenziale (RP) sind nicht allein in der eigentlichen Prozesskette zu finden, sondern auch in den begleitenden organisatorischen Strukturen. Es gibt daher keine Patentrezepte für das Erkennen von Rationalisierungspotenzialen. Folgende Beschreibung von Ansatzpunkten für Rationalisierungspotenziale sollen daher nur die grundsätzliche Zielrichtung von Maßnahmen zur Geschäftsprozess-Verbesserung darstellen.

6. Kostenwirksamkeit der Rationalisierungsmaßnahmen

Die geschilderten Maßnahmen zur Erschließung von Rationalisierungspotenzialen, wie z.B. Imageverbesserungen, höhere Kundenbindung usw. haben im Endeffekt auch monetäre Auswirkungen, die aber unter Umständen nicht direkt messbar sind. Es empfiehlt sich daher, zumindest die Auswirkungen der GP-Veränderung auf folgende Kostenfaktoren abzuschätzen:

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