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Steuer-News

Verlängerter Kindergeldanspruch für Eltern

Das Bundesfinanzministerium hat mit Schreiben vom 8.2.2016 (IV C 4 - S 2282/07/0001-01) seine Aussagen zur Erwerbstätigkeitsprüfung bei volljährigen Kindern überarbeitet. Das Positive: Bei sogenannten mehraktigen Ausbildungen, konsekutiven Masterstudiengängen und studienintegrierten Ausbildungen haben Eltern anders als bisher noch einen Kindergeldanspruch.

Das Ausgangsproblem liegt darin begründet, dass volljährige Kinder nach dem Abschluss einer erstmaligen Berufsausbildung oder eines Erststudiums nur noch steuerlich bei den Eltern berücksichtigt werden, wenn sie keiner Erwerbstätigkeit von mehr als 20 Wochenstunden nachgehen (§ 32 Absatz 4 Satz 2 EStG).

Zuletzt haben einige Entscheidungen des BFH für Aufsehen gesorgt. Denn der BFH geht vielfach auch bei mehreren Ausbildungsabschnitten noch von einer einheitlichen Erstausbildung aus, sodass die Prüfung der etwaigen Erwerbstätigkeit ggf. gar nicht zum Zuge kommt.

Das BMF übernimmt diese Rechtsprechungsgrundsätze und weist darauf hin, dass eine weiterführende Ausbildung (z.B. Bachelorstudium nach Ausbildung zum Steuerfachangestellten) noch Teil einer Erstausbildung sein kann, sofern das Kind sein angestrebtes Berufsziel (nach objektiven Beweisanzeichen) noch nicht erreicht hat.

Diese Auslegung verschiedener Ausbildungsabschnitte als einheitliche Erstausbildung kommt allerdings nur in Betracht, wenn beide Ausbildungsteile in einem engen sachlichen Zusammenhang stehen (z. B. dieselbe Berufssparte betreffen) und zeitlich eng miteinander verknüpft sind (z. B. das Kind die Ausbildung zum nächstmöglichen Zeitpunkt aufnimmt). Ein Masterstudium zählt noch als Erstausbildung, wenn es zeitlich und inhaltlich auf den Bachelorstudiengang abgestimmt ist.

Die Regelungen sind auch aus Arbeitgebersicht sehr interessant. Denn so kann z.B. ein Auszubildender nach abgeschlossener Ausbildung vom Arbeitgeber beruhigt mit mehr als 20 Wochenstunden übernommen werden. Studiert der Ex-Azubi nach bestandener Prüfung z.B. zum Versicherungskaufmann dann parallel zur Berufsausübung etwa BWL, besteht gleichwohl noch bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres Anspruch auf die kindbedingten Vergünstigungen.

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